Tagsüber gut aufgehoben, versorgt, und gepflegt. Abends und am Wochenende entspannt gemeinsam zu Hause

Tagespflege, was ist das eigentlich?

Es gibt einen stetig wachsenden Anteil von betagten Mitbürgern, die ohne die Hilfe von Angehörigen und Leistungen eines ambulanten Dienstes nicht mehr in der Lage wären, zu Hause zu leben. Das möchten jedoch fast alle Menschen: Solange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben, im Vertrauten, zusammen mit den Personen, mit denen man schon eine lange Wegstrecke des Lebens zurückgelegt hat. Nur sind die Pflegenden trotz aller Hingabe und großen Pflichtbewusstseins begrenzt belastbar. Sei es, weil sie selbst schon älter oder krank sind, einem Beruf nachgehen müssen, einen Termin wahrnehmen möchten oder einfach Erholung brauchen. Erholung von der Pflege oder Zeit zum Verschnaufen, wenn die tägliche Mühe und Liebe einem Menschen gilt, der vergesslich ist, sich im Alltag nicht mehr orientieren kann.

Vielleicht fühlt man sich auch einsam in den eigenen vier Wänden oder wünscht sich für den Angehörigen ein wenig Abwechslung und Gesellschaft.

Manchmal geht es dem Menschen so schlecht, dass der Aufenthalt in einem Heim die beste Versorgungslösung darstellt. Manchmal würde es aber auch schon reichen, wenn man wüsste, dass der Angehörige tagsüber gut versorgt, beschäftigt, abgelenkt, aufgehoben und auch gepflegt ist und man abends und am Wochenende entspannt die gemeinsame Zeit zu Hause verbringen kann.

Für diese Bedürfnislage ist die Tagespflege gedacht. Sie richtet sich vor allem an ältere Menschen, die wegen körperlicher Einschränkungen nicht mehr längere Zeit alleine zu Hause sein können. Oder an Menschen, die vielleicht noch mobil sind, sich aber allein im Alltag nicht mehr zurechtfinden.